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An dieser Stelle erscheint zum Monatsanfang und bei aktuellen Anlässen ein Vorwort des Herausgebers.
Liebe Leserinnen und Leser,
es ist ein Trauerspiel mit dem Aufbau des Berliner Schlosses. Erst verging eine kostbare Zeit mit dem Procedere des Schlossaufbaus, dann verzögerte sich der Abriss des ehem. „Palastes der Republik“ und nun ein erneutes Hindernis. Der Wiederaufbau des Berliner Schlosses soll aufgrund der allgemeinen Finanzkrise aus Kostengründen auf das Jahr 2014 verschoben werden.
Die Gegner des Schlosses, allen voran Die Linke und ihre Verbündeten jubeln. Stehen sie doch in der Tradition Walter Ulbrichts, der das Schloss 1950 als verhasstes Preußenrelikt sprengen ließ, einen kulturhistorisch wertvollen und weltberühmten Bau des Architekten Andreas Schlüter von 1466. Trotz der alliierten Bombenzerstörungen stand das Berliner Schloss als noch gut erhaltene Ruine fort und hätte wieder aufgebaut werden können. Der Zwinger in Dresden wurde als erstes Projekt schon in der ehem. DDR wieder aufgebaut, andere Städte folgten und zuletzt entstand die Frauenkirche in Dresden. Nur das Berliner Schloss wartet immer noch auf seine Teilrekonstruktion als neues „Humboldt-Forum“, wenn schon das Geld nicht für einen wünschenswerten Gesamtaufbau im alten Stil ausreicht. Aus Kostengründen sagen die Gegner sollte auf den Wiederaufbau des Schlosses ganz verzichtet werden oder etwas ganz Neues und Modernes an diese historische Stelle gesetzt werden. Nur eine erneute Verschiebung des Bauprojekts bedeutet keine Einsparung, da andererseits der Erhalt der „Außereuropäischen Sammlungen“ in Dahlem, die später einmal das Schloss bereichern sollen, dadurch mindestens 300 Mio. € kostet, während der Schlossaufbau insgesamt 552 Mio. € beträgt.
Da gebührt Wilhelm von Boddien mit seinem Schlossverein ein großes Lob für seinen Mut und seine Zähigkeit, unermüdlich seit Jahren für den Wiederaufbau des Berliner Schlosses zu kämpfen und hierfür Millionen an Spenden zu sammeln! Meine Hochachtung gilt ihm und allen Unterstützern dieses Vorhabens. Anstatt den Schlossaufbau zu blockieren und über einen teueren Wiederaufbau zu jammern, sollten Die Linken und Gegner sich auch ihrer patriotischen Verantwortung für das leidgeprüfte Berlin und Deutschland besinnen, aber daran mangelt es leider - wir blamieren uns wieder einmal im Ausland - traurig, traurig!
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Manfred Lietzow