Herzlich willkommen auf der Internetpräsenz der OMV Ostholstein!
An dieser Stelle erscheint zum Monatsanfang und bei aktuellen Anlässen ein Vorwort des Herausgebers.
Liebe Leserinnen und Leser,
man muss schon provozieren, um gehört zu werden, dachte sich der ehemalige Berliner Finanzsenator und Bundesbanker Thilo Sarrazin, als er mit seinem jüngsten Buch „Deutschland schafft sich ab“ eine bundesweite Diskussion zwischen Zustimmung und Empörung über die Integration von Ausländern in Deutschland auslöste – ein heißes Eisen seit Jahren, wenn es um die Einwanderung von Türken und Muslimen in unseren Staat geht. Einst wurden sie von der Wirtschaft geholt und sollten nur eine kurze Zeit hierbleiben, doch sie bleiben immer noch, schon in der dritten Generation und das wirft häufig im Alltag Probleme durch mangelnde Bildung, Arbeitslosigkeit und den Islam auf, besonders in Großstädten wie Berlin und dort in Unterschichtsvierteln wie Neukölln u. Friedrichshain.
Thilo Sarrazin legt den Finger in die Wunde zum Leidwesen seiner eigenen Partei und des Linkskartells, die klare Einwanderungs- und Bildungskonzepte vermissen lassen. Bildung und Integration beginnen schon in der Familie und wenn die das nicht leisten kann, muss der Staat durch frühkindliche Fördermaßnahmen helfen, wie sie der bekannte Krimonologe Prof. Christian Pfeiffer seit Jahren vorschlägt. Ausländer sollten die deutsche Sprache erlernen und verpflichtet werden, ihre Kinder in Kindergärten zu schicken. Nur durch eine so früh wie möglich einsetzende Kindergartenpflicht kann eine wirkungsvolle Integration erreicht werden, um Arbeitslosigkeit und Kriminalität zu verhindern. Erkenntnisse, die Thilo Sarrazin seit Jahren in Berlin gewonnen hat.
Es geht hierbei um allgemein bekannten Realitäten, die er aufgreift, die leider von der Politik nicht mit klaren Konzepten beantwortet werden. Er hat nichts gegen ausländische gebildete Wissenschaftler und Fachkräfte, die unsere Wirtschaft dringend benötigt, wenn sie wettbewerbsfähig bleiben soll, sondern dass sich durch ungebildete Ausländer der Anteil an Harz IV Empfängern verstärkt. Eine Erkenntnis, die vielen Politikern und Wissenschaftlern seit Jahren bekannt ist. Dies könnte zu Unzufriedenheit und sozialen Spannungen führen, die sich eines Tages in sozialen Unruhen entladen können. Hierzu empfehle ich das Buch der FAZ-Journalistin Inge Kloepfer “Aufstand der Unterschicht“.
Nur ist Sarrazin wegen seiner Feststellungen deshalb ein Extremist, ein rechtsradikaler Sozi? Die Gefahr, sofort in eine radikale Ecke durch provokante Forderungen gedrängt zu werden, ist bei uns aus Angst und Opportunismus leider sehr groß. Demokratie bedeutet aber, sich auch mit unbequemen Ansichten auseinander zu setzen ohne gleich als Extremist angesehen zu werden. Das sollte auch für unbeliebte Querdenker wie Thilo Sarrazin gelten!
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Manfred Lietzow